Eigentlich sollten es nur Erinnerungen für meine Kinder werden.
Aber schnell wurde deutlich, dass es um viel mehr ging.
Mit meiner „verspäteten Liebeserklärung“ möchte ich einerseits den Charme des Ortes festhalten, an dem ich aufgewachsen bin und der heute fast nur noch als Negativmeldungen in unser Bewusstsein dringt. Andererseits ist es mir ein großes Anliegen zu zeigen, dass es nicht die materiellen Werte sind, die eine Kindheit glücklich machen. Wir vergessen das heute gerne und überschütten unsere Kinder mit Dingen und übertriebener Fürsorge. Wir lassen ihnen zu wenig Freiräume für Fantasie und Kreativität. Was sie wirklich brauchen, ist die Geborgenheit in einer Familie mit wenigstens einer geliebten Bezugsperson; sind überschaubare Regeln und Grenzen, die in und außerhalb der Familie erprobt und gelebt werden können.